Crowdrising – Die neue Form der Abzocke mit Spenden

Crowdrising – Geldsegen, oder doch nur wieder Abzocke?

ist Crowdrising ein neuer Trend aus den USA, oder auch wieder nur eine Abzocke a la Whitepins und Konsorten? Die Idee hört sich einfach und plausibel an. Allerdings liefen die MLM  Vorgängermodelle maximal 6 Monate bis 1 Jahr, dann haben sich die Inhaber abgesetzt oder sie wurden verklagt. Crowdrising verspricht nun eine längere Haltbarkeitsdauer. Man darf gespannt sein.

Das klassische Schneeballsystem ist zurück!

Du suchst Dir 5 Menschen, die dir 20$, der einfachheithalber per paypal zahlen. Dein eigener Einsatz bei der Registrierung beträgt auch 20$, die Du direkt an deinen „Werber bezahlst. Du partizipierst auch wieder von den nächsten „geworbenen“ Teilnehmern deiner eigenen „geworbenen“  Teilnehmer. Der Clou soll sein, dass die Überweisung direkt an Dich geht.

In der ersten Stufe kannst Du maximal 5 Teilnehmer werben, sofern Du mehr Teilnehmer akquirierst, kommen diese in einen sogenannten „Spill Over“. Das bedeutet, dass diese in einen Pool kommen und auf freie Plätze anderer Teilnehmer kommen, die noch keine 5 Teilnehmer haben.

Vorteile dieses Crowdrising Systems sollen u. a. sein, dass es Bestand haben soll oder wo man auch ohne Einsatz von anderen Mitgliedern profitieren kann. Diesen  Punkt habe ich leider nicht verstanden, da man nach einem Tag automatisch gelöscht wird, wenn man nicht die 20 $ Dollar spendet. In dieser Zeit wird es unmöglich sein, vom Spill Over anderer Leute zu partizipieren.

Spenden für den Kapitalismus!

Damit man mit Crowdrising auch reich werden kann, haben sich die Gründer ein Stufensystem ausgedacht. So kann man mit einer weiteren Spende, aus seinen eigenen Einnahmen ein Level höher steigen. Man zahlt 40$ an einen Werber. Leider habe ich bisher noch nicht herausgefunden, wie dieser ermittelt werden kann. Jedenfalls potenziert sich die Teilnehmerzahl, mit der Teilnehmerzahl aus der vorherigen Stufe, so dass man hier nun auf 25 Teilnehmer kommt, die jeweils 40$ spenden. Die Einlage pro nächster Stufe steigen weiter.

Am Ende ist man unermesslich reich!

Leider funktionieren Schnellballsysteme nicht bis ins Unendliche. bestenfalls ist man bei den oberen 10.000 dabei. Aktuell liegt die Teilnehmerzahl bereits bei 27.000 Teilnehmern. Das Besondere laut der Gründer ist, dass es keine Gebühren gibt und die Registrierung an sich kostenlos ist. Leider kommt man aber nicht daran herum, die erste Spende von 20$ zu zahlen.

Selbsttest

Ich habe mir nun selber die Mühe gemacht und mich bei Crowdrising registriert, um den Sinn und Zweck dieses Geschäftsmodell herauszufinden. Nach nur einer Woche kam das erste Motivationsschreiben. Es lautet wie folgt:

„diese Email dient dazu Euch zu ermutigen Eure eigenen 5 Leute zu werben.
Es ist natürlich so, dass Ihr höchstwahrscheinlich irgendwann alle Eure ersten Spender bekommen werdet.
Aber wenn der Zwang diese zu bekommen nur auf uns liegt kann es unter Umständen sehr lange dauern.
Crowdrising Fluch oder Segen?
Das Schöne an Crowdrising. Es sind nicht einmal 19 € (20 USD). Im privaten Umfeld, bei Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten gibt es so viele Leute, die diese Chance für einen so minimalen Einsatz bestimmt gerne nutzen wollen.

Fragt Sie für was sie diesen kleinen Einsatz normalerweise ausgeben. Solch ein Betrag geht im Portemonnaie schnell unter.
Die Registrierung ist einfach, der Einsatz minimal, der Gewinn unvorstellbar.

Bitte bleibt nicht sitzen und tut etwas für das gesamte Team, vorrangig natürlich Euch selber. : )
Findet NUR Eure eigenen 5 Leute !!!! Bei der Vielzahl die Ihr kennt ist das sicher nicht schwer.

Sprecht Sie einfach persönlich an. Denkt daran, Ihr seid diejenigen, die von Euren geworbenen Leuten die ersten Spenden erhalten werdet. Je Mitglied 20 USD.  : )

Danke an Euch alle.

Wir werden immer weiter wachsen durch den Einsatz von jedem einzelnen Mitglied.“

Mal schauen wie es weitergeht.

Fazit Crowdrising:

Es hört sich einfach und genial an, solange man Menschen findet, die für keinerlei Gegenleistung 20$ zahlen. Nur die Hoffnung auf Erfollg, dass man selber weitere Menschen findet, die einem 20$ spenden, könnte überzeugend wirken. Die Sache mit dem Spill Over müsste noch geprüft werden, wie lange es dauert, bis man davon profitieren kann.

Mittlerweile ist Crowdrising scheinbar eingestellt. Ich hatte kürzlich verscut den Kundenservice zu erreichen. Leider habe ich bis heute noch keine Rückmeldung erhalten. 

freue mich in den Kommentaren zu Euren Erfahrungen und Meinungen über Crowdrising.

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